Jade Hochschule ist Formelgewinner in der Lehre

Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth – Der aktuelle Bericht des niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur über die Leistungen der Hochschulen des Landes Niedersachsen bescheinigt der Jade Hochschule insgesamt gute bis sehr gute Ergebnisse. Der Bericht stellt die Leistungen der Hochschulen in den Bereichen Lehre, Forschung und Gleichstellung dar. Diese Bereiche sind seit 2006 Gegenstand der sogenannten Leistungsbezogenen Mittelzuweisung. Hierbei werden zehn Prozent der Landesmittel nach einem wettbewerblichen Verfahren formelgebunden an die Hochschulen verteilt.

Foto: Piet Meyer

Besonders erfreulich, sagt Präsident Prof. Dr. Manfred Weisensee, seien die Zahlen im Bereich der Lehre. „Hier zählen wir immerhin mit einem kleinen Plus zu den Gewinnern“. Ebenfalls gute Ergebnisse verbucht die Jade Hochschule mit 3,88 Millionen Euro bei der Einwerbung von Drittmitteln, wobei die zusätzlich von der Hochschule eingeworbenen Mittel aus dem Europäischen Fond für Regionalentwicklung EFRE – im Jahr 2014 lagen diese bei über 213.000 Euro – nicht in den Bericht des Landes Niedersachsen einfließen.
Drittmittelerträge zeigen an, welche Gelder die Hochschulen bei öffentlichen und forschungsfördernden Einrichtungen oder der Wirtschaft wettbewerblich einwerben konnten. Sie gelten als Indikator für die Qualität der bisher geleisteten Forschung. „In den vergangenen Jahren konnte eine zunehmende Anzahl von national und europäisch finanzierten Forschungsprojekten vor allem für Fachhochschulen festgestellt werden“, erklärt Weisensee.

Auch die Auslastung der angebotenen Studienanfängerplätze liegt an der Jade Hochschule durchschnittlich bei über einhundert Prozent und in den Master-Studiengängen sogar bei 130 Prozent. „Mit den Sonderprogrammen des Landes konnte die Jade Hochschule in den letzten Jahren viele zusätzliche Studienplätze schaffen. Waren es 2009 noch gut 5000 Studierende, so sind derzeit rund 7600 an der Hochschule eingeschrieben“, ergänzt Vizepräsidentin Prof. Dr. Andrea Czepek.

Zum Wintersemester 2014/2015 wurden die Studienbeiträge des Landes Niedersachsen abgeschafft. Sie wurden vollständig und dynamisch durch Landesmittel kompensiert und werden für die Erhöhung der Studienqualität eingesetzt. Im Zuge dieser Reform hat die Jade Hochschule im Jahr 2015 alleine 5,2 Millionen Euro erhalten.

Bei den Stipendien liegt die Jade Hochschule mit der Vergabe von 50 Deutschlandstipendien im Studienjahr 2015/2016 ebenfalls weit über dem Durchschnitt. „Selbst manche Universitäten können diese Anzahl von privaten Stipendien-Partnern nicht für das Programm gewinnen“, sagt Weisensee. Das Deutschlandstipendium fördert seit dem Sommersemester 2011 mit 300 Euro monatlich Studierende sowie Studienanfängerinnen und Studienanfänger, deren Werdegang herausragende Leistungen in Studium und Beruf erwarten lässt. Die Hälfte der finanziellen Unterstützung kommt vom Bund und die andere Hälfte von privaten Stiftern.

Nicht Teil des aktuellen Leistungsberichts und dennoch erwähnenswert sind die zahlreichen Investitionen und Baumaßnahmen, die die Jade Hochschule in jüngster Vergangenheit getätigt hat. „So konnten wir schließlich in Oldenburg das ehemalige Feuerwehrgebäude an der Auguststraße 5 erwerben und rund zehn Millionen Euro für den Neubau der Mensa in Wilhelmshaven im Haushalt einstellen“, freut sich der hauptberufliche Vizepräsident Markus Wortmann.

Quelle: Jade Hochschule