Preisen für innovative Versorgungskonzepte zum Thema Demenz

Ziel ist es jeweils, pflegende Angehörige nicht allein zu lassen und Hilfen des sozialen Umfelds zu mobilisieren

Monika Bringe und Karen Kolsmann, Studentinnen im Multiprofessionellen Masterstudiengang „Versorgung von Menschen mit Demenz“ an der Universität Witten/Herdecke (UW/H), sind mit Preisen für innovative Versorgungskonzepte geehrt worden. Monika Bringe erhielt die Auszeichnung für ihre Initiative „Leben mit Demenz im Wiesental“, Karen Kolsmann wurde für die Initiative „Aufsuchende Pflegeberatung – verortet im Krankenhaus“ prämiert.

Pflegende und betreuende Angehörige von Menschen mit Demenz nicht alleine zu lassen und Hilfen des sozialen Umfeldes zu mobilisieren – das sind die Gemeinsamkeiten der beiden von der Bürgerstiftung Mittleres Wiesental (Baden-Baden) und der Deutschen Gesellschaft für Care und Case Management (DGCC) ausgezeichneten Projekte.

Monika Bringe (Fünfte v.l.). Foto: Badische Zeitung

Monika Bringe (Fünfte v.l.). Foto: Badische Zeitung

Beim Projekt von Monika Bringe handelt es sich um ein niedrigschwelliges Angebot, mit dem betroffene Familien aus ihrer Isolation geholt werden, um rechtzeitig die richtige Hilfe erhalten zu können. Oft reichen dazu schon ein regelmäßiger Austausch und ein paar Stunden Entlastungen aus, die aber erst gut organisiert und den Betroffenen so präsentiert werden müssen, dass das Angebot auch angenommen wird.

Karen Kolsmann hat als Case Managerin für Gerontopsychiatrie der LWL-Klinik Dortmund das Nachsorgekonzept „Aufsuchende Pflegeberatung – verortet im Krankenhaus“ entwickelt. Dieses Programm ist Teil des vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderten Bundesmodellprojekts „Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz“. Ziel ist es, Demenzerkrankten und ihren Angehörigen direkt in ihrem Wohnumfeld die bestmögliche Unterstützung zu bieten und die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Akteuren gezielt und nachhaltig zu fördern. Insbesondere sollen Angebote vor Ort durch die Netzwerkarbeit besser koordiniert, gemeinsam weiterentwickelt und so auf die Bedürfnisse der Betroffenen ausgerichtet werden.