Staats- und Universitätsbibliothek lädt zu Vortrag über die ersten Zeitungen im 17. Jahrhundert ein

„Die Zeitungen im ersten Jahrhundert ihres Bestehens“ sind Thema eines Vortrags in der Staats-und Universitätsbibliothek Bremen (SuUB).

Der Wissenschaftler Jan Hillgärtner stellt am Donnerstag, 7. April, 16 Uhr, in der Zentrale der SuUB „Erfolge und Misserfolge einer neuen Medienform“ vor. Sein Vortrag wird sich mit den Entstehungsbedingungen und der Ausbreitung der Zeitungen beschäftigen sowie die Schwerpunkte innerhalb der Berichterstattung nachzeichnen. Der Eintritt ist frei.

Historischer Hintergrund

Die erste Zeitung wurde 1605 in Deutschland gedruckt. Das neue Medium der Zeitungen veränderte das gesellschaftliche Gefüge innerhalb Europas massiv. Neuigkeiten über den sich ausbreitenden Dreißigjährigen Krieg, den Englischen Bürgerkrieg oder der Gefahr eines osmanischen Überfalls im Balkan wurden somit schnell und weit verbreitet.

Quelle: Uni Bremen

Quelle: Uni Bremen

Zur Person Jan Hillgärtner

Jan Hillgärtner absolvierte ein Studium der Germanistik und Philosophie an der Philipps-Universität Marburg. Nach Praktika in Verlagen und PR-Agenturen studierte er im Masterstudiengang Buchwissenschaft an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Derzeit ist er Doktorand an der University of St. Andrews (Schottland) und Mitarbeiter am Universal Short Title Catalogue (USTC).

Das ist eine kollektive Datenbank all der Druckerzeugnisse, die in Europa zwischen Erfindung des Buchdrucks und dem Ende des 16. Jahrhunderts veröffentlicht wurden. Jan Hillgärtner arbeitet zum Zeitungsdruck in der Frühen Neuzeit und ist Assistant Editor von Book History Online, einer bibliografischen Datenbank buchhistorischer Literatur.

Zeitungen des 17. Jahrhunderts an SuUB digitalisiert

Die Staats- und Universitätsbibliothek Bremen hat die vollständigen deutschsprachigen Zeitungsbestände des 17. Jahrhunderts im Rahmen einer Förderung der Deutschen Forschungsgesellschaft (DFG) digitalisiert. Sie verfügt über den einmaligen Bestand von mehr als 600 Titeln aus dem Gründungsjahrhundert der Zeitungen.

Diese Digitalisierung war Teil eines Pilotprojekts, in dem wissenschaftliche Bibliotheken die methodischen, technischen und organisatorischen Rahmenbedingungen zur Digitalisierung historischer Zeitungen in Deutschland klären sollten. Aufgrund der gewonnen Erfahrungen wird die DFG ihre Förderrichtlinien zur Zeitungsdigitalisierung definieren.

Quelle: Uni Bremen