Universität zu Köln führt UCCard ein

Elektronischer Studierendenausweis für 50.000 Studierende

Ab dem Wintersemester 2015 / 2016 ist er Geschichte: Der papierene Studierendenausweis der Uni zu Köln wird ersetzt durch eine moderne und sichere elektronische Chipkarte – die UCCard. Die Chipkarte ist bis zu fünf Jahren gültig und ist mit einem Lichtbild des Studierenden bedruckt. Der Ausweis dient vorrangig der Identifikation des Inhabers als Student/in der Universität zu Köln. Einige praktische Zusatzfunktionen des elektronischen Studierendenausweises machen in Zukunft das Studieren an der Uni zu Köln allerdings noch etwas angenehmer.

Wie Rektor Prof. Dr. Axel Freimuth hervorhebt:

„Mit unserer multifunktionalen Chipkarte können die Studierenden Bahn und Bus fahren, kopieren, in der Mensa essen, Bücher ausleihen und an den Wahlen zum Studierendenparlament teilnehmen. Das ist praktisch und zeitgemäß. Ich möchte nicht versäumen unseren Mitarbeiter/inne/n zu danken, die in den letzten Monaten mit viel Engagement dazu beigetragen haben, 50.000 Karten zu produzieren und zu verteilen.“

Der Vorstandsvorsitzende der Kölner-Verkehrsbetriebe, Jürgen Fenske, ergänzt: „Die UCCard ist nicht nur Studentenausweis, sondern jetzt auch Mobilitätskarte. Die Studierenden können sie als Ticket für Bus und Bahn nutzen, aber auch zur Ausleihe unserer rund 900 Fahrräder. Noch in diesem Jahr wollen wir an der Universität zwei feste Radstationen einrichten, um das Angebot für die Studierenden weiter zu verbessern. Damit fördern wir den Mix der Verkehrsmittel als Strategie der Zukunft und stärken die Rolle der KVB als Mobilitätsdienstleister in der Stadt.“

Für die UCCard setzt die Universität zu Köln die aktuellste und sicherste Chipkarten-Technologie ein. Den Chip der UCCard ist in der aus mehrschichtigem Kunststoff zusammengesetzten Karte fest verbacken. Er arbeitet mit der RFID-Technik (Radio-Frequency Identification), die eine berührungslose Übertragung von Daten bis zu einem Abstand von zehn Zentimetern zum Lesegerät ermöglicht. Über die ebenfalls integrierte Antenne wird der Chip bei jedem Übertragungsvorgang induktiv mit Strom versorgt. Eine Batterie benötigt er nicht. Die RFID-Technik ist robust und jahrelang erprobt.

Um den heutigen Anforderungen an den Datenschutz gerecht zu werden, wurden schon ab der frühesten Planung der behördliche Datenschutzbeauftragte der Universität zu Köln und der AStA einbezogen. Es wurde größter Wert gelegt auf Datenminimierung und Datensparsamkeit – nur die minimal erforderlichen Daten werden auf dem Chip der UCCard und in den Hintergrundsystemen gespeichert. Das Kölner Studentenwerk erhält zum Beispiel keinerlei personenbezogene Daten von den Studierenden – nur die Kartenseriennummer. Der stellvertretende Geschäftsführer des Kölner Studierendenwerks, Frank Leppi: „Das Kölner Studierendenwerk möchte das Leben der Studierenden vereinfachen. Ein Beitrag dazu ist die UCCard, die die Mensakarte ersetzen wird. Also können Studierende ab dem 5. Oktober alles auf eine Karte setzen.“ Auch auf Datensicherheit wurde geachtet – der eingesetzte Chip genügt allen aktuellen Sicherheitsanforderungen; so werden z. B. alle Daten im Chip in voneinander getrennten Speicherbereichen verwaltet. Auch alle nach dem strengen Nordrhein-westfälischen Datenschutzgesetz erforderlichen rechtlichen Schritte wurden unternommen.

Quelle: Uni Köln