Per Fernstudium zum Berufsbetreuer mit Hochschulabschluss qualifizieren

Menschen, die geistig oder körperlich eingeschränkt sind, können sich in Deutschland einen Berufsbetreuer zur Seite stellen lassen. Dieser agiert als gesetzlicher Vertreter für die Interessen des Betreuten. Dieser Beruf bringt ein großes Maß an Verantwortung mit sich und erfordert umfangreiche rechtliche, medizinische, soziale und betriebswirtschaftliche Kenntnisse. In Deutschland sind derzeit rund 1,42 Millionen Menschen auf einen solchen Berufsbetreuer angewiesen, Tendenz steigend. Der Bundesverband freier Berufsbetreuer (BVfB) fordert schon seit längerem die Professionalisierung in der Ausbildung.

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Betreuungsbedarf hat sich mehr als verdoppelt

WINGS, der bundesweite Fernstudienanbieter der Hochschule Wismar, bietet deshalb nun nach eigenen Angaben erstmalig in Deutschland den berufsbegleitenden Fernstudiengang „Bachelor Berufsbetreuer“ mit staatlichem Hochschulabschluss an. Damit reagieren die Wismarer auf einen langfristigen Trend. In den vergangenen 20 Jahren hat sich der Betreuungsbedarf in Deutschland mehr als verdoppelt. Die Ursache für den starken Anstieg sind veränderte Gesellschaftsstrukturen: Das Durchschnittsalter steigt, Familienstrukturen lösen sich auf und soziale Einrichtungen können aufgrund finanzieller Einschränkungen weniger leisten. Gleichzeitig verlangt die Komplexität und Verantwortung des Berufsbetreuers eine erweiterte Qualifikation.

Der neue Fernstudiengang vermittelt die für die fachkundige Berufsbetreuung erforderlichen rechtlichen, medizinischen und betriebswirtschaftlichen Kenntnisse sowie die sozialpsychologische Kompetenz. Zwei integrierte Praxissemester bereiten auf die künftige Tätigkeit vor. Die Prüfungen können an neun Standorten in Deutschland absolviert werden. Die Einschreibefrist zum Wintersemester 2017/2018 endet am 31. August 2017. Weitere Informationen zum Studiengang, der in Kooperation mit der „BeckAkademie Fernkurse“ angeboten wird, gibt es unter www.wings.de/berufsbetreuer.

Eingliederung in die höchste Vergütungsstufe

Der staatliche Hochschulabschluss „Bachelor of Arts (B.A.)“ der Hochschule Wismar gilt als Nachweis wissenschaftlicher und gleichzeitig praxisrelevanter Kompetenz und ermöglicht den Absolventen die Eingliederung in die höchste Vergütungsstufe gemäß Paragraph 4 des Gesetzes über die Vergütung von Vormündern und Betreuern (VBVG). Das flexible Fernstudium bietet eine hochwertige akademische Ausbildung unter Nutzung modernster Kommunikationstechnik und E-Learning-Tools.

Quelle: djd