In der Logistik sind Auslandsaufenthalte wichtig

„Hallo, Zukunft!“ gibt Tipps für Auszubildende

München – Logistik ist lokal, regional, international, global. Kaum eine andere Branche verbindet mit ihrem Leistungsprofil so viele Wirtschaftsräume, Länder und Kulturen. Dass Deutschland auch Export-Weltmeister ist, gibt den Auszubildenden in der Logistikbranche perfekte Möglichkeiten, einen Teil der Lehrzeit im nahen oder fernen Ausland zu absolvieren. Die Ausbildungsinitiative „Hallo, Zukunft!“ zeigt, wie es mit internationaler Luftveränderung für Azubis funktioniert.

Auslandserfahrung während der Ausbildung zu sammeln, bietet neben einmaligen persönlichen Erlebnissen die Chance, den fachlichen Horizont zu erweitern. Früher war es selbstverständlich, während der Lehrjahre in die Ferne die Heimat zu verlassen. Zu Fuß und per Anhalter zog jeder junge Geselle ab dem 13. Jahrhundert drei Jahre lang durch die Lande. Wer auf der „Walz“ war, durfte sich niemals näher als 50 Kilometer von seinem Zuhause aufhalten. Die Faustregel: Wenn der Nachbar nicht mehr grüßt und der Hund nicht mehr nach dir bellt, geh! Nur wer sich mit den Techniken in fremden Regionen und Ländern vertraut machte, galt als guter Handwerker.

Grundsätzlich hat auch heute jeder Auszubildende die Möglichkeit, einen Teil seiner Berufsausbildung im Ausland zu machen. Das Berufsbildungsgesetz schreibt dieses Recht seit einigen Jahren fest. Bis zu ein Viertel der Ausbildungszeit können in einem anderen Land absolviert werden. Bei einer dreijährigen Ausbildungszeit sind dies neun Monate, die in Deutschland angerechnet werden.
Die Vorteile solcher Erfahrung liegen auf der Hand – damals wie heute. Andere Arbeitsweisen und Mentalitäten kennenzulernen, erweitert den fachlichen und persönlichen Horizont. Gegenüber potenziellen Arbeitgebern beweist Auslandserfahrung echte Flexibilität. Und nicht zuletzt schulen diese Einsätze nachhaltig Fremdsprachenkenntnisse, die in vielen Berufen im globalisierten Markt der Logistik immer wichtiger werden.

Wer Lust hat, im Rahmen der Ausbildung in einem der zahlreichen Logistikberufe Erfahrungen im Ausland zu sammeln, sollte sich zunächst mit seinem Ausbilder oder Berufsschullehrer nach Austausch- und Praktikantenprogrammen erkundigen. Auslandsaufenthalte für Auszubildende werden in der Regel von Bildungseinrichtungen organisiert und über das EU-Bildungsprogramm Leonardo da Vinci gefördert. Weitere Informationen dazu gibt es unter www.na-bibb.de/leonardo.

Darüber hinaus unterhalten Großunternehmen oft Zweigstellen im Ausland, bei denen Auszubildende zeitweise mitarbeiten können. Aber auch mittelständische Firmen schicken ihre Auszubildenden vermehrt in die Fremde. Über einen Auslandsaufenthalt während der Ausbildung informieren auch die Auslands- und Fachvermittlungen der Bundesagentur für Arbeit. Unter dem Titel „Berufsbildung ohne Grenzen“ existiert ein Netzwerk von Beratern an verschiedenen Industrie- und Handelskammern und Handwerkskammern, die sich ebenfalls mit diesem Thema auskennen. Dieses IHK-Netzwerk hilft aktiv bei der Suche nach Partnerbetrieben im Ausland. Eine Deutschland-Übersicht der teilnehmenden Kammern und viele nützliche Hinweise zum Auslandsaufenthalt gibt es unter mobilitaetscoach.de.

Wichtig: Mit dem Europass-Mobilitätsnachweis hat die Europäische Union ein europaweit einheitliches Dokument geschaffen, das alle im Ausland gemachten Lernerfahrungen dokumentiert. Der Europass enthält Angaben zu den Inhalten, den Zielen und der Dauer des Auslandsaufenthaltes. Weitere Informationen dazu unter www.europass-info.de.

Quelle: offenes Presseportal

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